Weiterentwicklung

Dies ist erst der Anfang! Die folgenden Arbeiten sind geplant und sollen je nach Möglichkeit früher oder später umgesetzt werden:

1. Bewertung von Routenkorridoren

Mit der Berechnung von Routenkorridoren hat sich Andreas Eisenhut in der Masterarbeit "Skitourenplanung auf Knopfdruck?" beschäftigt. Zur Zeit bewertet Skitourenguru Risiko-Indikatoren über einen konkreten Routenverlauf. Zwar wird das Gelände im Umfeld der Route mit berücksichtigt, besser wäre es jedoch einen Algorithmus zu entwerfen, der einen Korridor als Ganzes bewertet. Eine naheliegende Idee geht davon aus, dass der Risiko-Indikator über die "Idealroute" innerhalb des Routenkorridors berechnet werden muss.

2. Skitouren

Ziel ist es ca. 1500 eintägige Skitouren und ca. 200 zweitägige Skitouren zu erfassen. Gleichzeitig müssen jedoch auch alle bereits erfassten Skitouren in ihrem Verlauf optimiert bzw. korrigiert werden.

3. Schneemengen

Wo hat's Schnee, wo hat's keinen Schnee? Wo hat's wie viel Schnee? Eine wichtige Frage während der Skitourenplanung zu Zeiten der Klimaerwärmung. Zwar stehen uns die Schneemengenkarten des SLF zur Verfügung, diese sind aber nicht besonders hoch aufgelöst und genau. Skitourenguru entwickelt einen Algorithmus, der in der Lage ist tagesaktuelle Schneehöhenkarten für den Alpenraum zu berechnen. Aktuelle Schneehöhen nach Meereshöhe findest du schon mal unter diesem Link.

4. Bewertung von User-generierten Routen

Ein immer wieder genannter Wunsch: Die Bewertung von User-generierten Routen. Der End-User schickt einen Track (mit dem GPS im Feld aufgenommen) oder eine Route (auf der Karte von Hand erzeugt) an Skitourenguru und erhält einen umfassenden Feedback zurück:

  1. Es wird ein Routenkorridor um die Route berechnet.
  2. Es wird eine Idealroute in den Routenkorridor gelegt. Diese Idealroute kann als Korrektur zur manuell erstellten Route aufgefasst werden.
  3. Jedem Segment auf der korrigierten Route wird ein Risiko-Indikator zugewiesen.
  4. Es wird ein Risiko-Indikator über die gesamte, korrigierte Route berechnet.

Skitourenguru bietet eine Programmierschnittstelle an, die von beliebigen Web-Seiten (z.B. WhiteRisk, SAC, Gipfelbuch, Hikr, ect.) genutzt werden kann.

5. Internationalisierung

Die Methodik von Skitourenguru ist geeignet für Gebirge, die mit einer hochwertigen Lawinenwarnung versorgt werden. Im Fokus steht der ganze Alpenraum. Nichts spricht gegen eine Ausweitung auf Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien.

6. Alpintechnischer Schwierigkeitsgrad

Die manuelle Bewertung des Schwierigkeitsgrades von Routen ist unbefriedigend. In Form der SAC-Skitourenskala steht uns zwar ein Bewertungsschema zur Verfügung, dieses wird aber sehr uneinheitlich angewandt. Dank hochaufgelösten Höhenmodellen ist die Entwicklung eines Algorithmus möglich, der diese Aufgabe reproduzierbar und einheitlich übernimmt.

7. Modellkette

Die Lawinenforschung arbeitet seit ein paar Jahren intensiv an einer sogenannten Modellkette. Mit Hilfe von Wetterdaten (Messstationen oder Wettermodellen) wird in einem hochaufgelösten Raster die Schneedecke modelliert (siehe Snowpack). Aus der Schneedecke werden Stabilitätsindikatoren abgeleitet. Die flächig zur Verfügung stehende Information zur Schneedeckenstabilität findet Eingang in das Lawinenbulletin.

Noch stellen sich ein paar ungelöste Probleme: Die Schneedeckenmodellierung reagiert sensitiv auf die Meteo-Eingangsdaten. Zudem ist immer noch unklar, wie von einem Schneedeckenprofil die Scheedeckenstabilität abgeleitet und validiert werden könnte. Nichtsdestotrotz, Skitourenguru beobachtet die Fortschritte aufmerksam und wird zu gegebener Zeit den Algorithmus auf die beschriebene Modellkette abstützen.


Viel Arbeit! Wann was genau umgesetzt sein wird, hängt u.a. auch davon ab, welche Partner Skitourenguru gewinnen kann. Falls du weitere Ideen für neue Features oder Korrekturen hast, setze dich mit Skitourenguru in Kontakt.