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Der Schnee lässt wie schon letztes Jahr auf sich warten. Skitourenguru startet dennoch mit einer ganzen Reihe von neuen Features in den Winter 2016/17:

1. Anzahl Skitouren

Skitourenguru hat weitere 280 eintägige Skitouren digitalisiert. Damit steigt die Gesamtzahl an verfügbaren eintägigen Skitouren auf 905. Die Digitalisierung von Routen ist sehr aufwändig, das genaue Vorgehen ist unter Routenanlage beschrieben.

2. Routen-Korridore

Selbstverständlich wurden auch die Routen-Korridore aktualisiert. Andreas Eisenhut hat die Gelegenheit genutzt und den Berechnungsalgorithmus für die Korridore nochmals wesentlich verbessert (Details folgen).

3. Einzelrouten-Download

Neu kannst du in der Routen-Detailansicht ein GPS-Track der angezeigten Route herunterladen. Das entsprechende GPX-File kannst du anschliessend auf deinem Smartphone oder GPS-Gerät sichten. Ebenso bleibt es aber möglich den ganzen Routensatz auf einen Schlag herunterzuladen. Die entsprechenden Files befinden sich unter Download.

4. Haltestellen

Auf der Karte werden nun alle Haltestellen des öffentlichen Verkehrs angezeigt. Durch Click auf das blaue Icon erhältst du eine aktuelle Abfahrtstafel von der Haltestelle.

5. Tödliche Unfälle ab 1996 bis heute

Um zu verdeutlichen, dass die Lawinengefahr nicht nur eine theoretisches Möglichkeit ist, werden neu auf der Karte alle tödlichen Lawinenunfälle seit 1996 angezeigt. Durch Click auf das Icon mit dem Kreuz erhältst du ein paar Informationen zum Lawinenunglück. Das Ziel liegt in erster Linie in der Sensibilisierung für die Relevanz der Lawinengefahr.

Die Unfall-Daten stammen vom SLF und können Fehler enthalten. Es werden ausschliesslich Unfälle angezeigt, bei denen Skifahrer bzw. Snowboarder (Skitourengänger oder Variantenskifahrer) involviert wurden. Das Icon wird an derjenigen Stelle platziert, wo die Lawine auslöste. Wem die Symbolik des Icons missfällt, der sei daran erinnert, dass das Sterben in der Lawine eine nicht wegzudiskutierende Realität des alpinen Wintergeländes darstellt.

Es mag immer wieder erstaunen, wie nahe die Unfallstellen an populären Skitouren liegen oder wie gefährlich bereits kleine Hänge sein können. Seit Anbeginn der Lawinenforschung wurde immer wieder nach Mustern in den dokumentierten Lawinenunfällen gesucht. Die Ableitung solcher Muster ist jedoch nicht einfach, da die Unfälle erstens stark von den Begehungsfrequenzen abhängen und zweitens nicht genügend Unfälle vorliegen, um ein eindeutiges Bild zu erzeugen. Ersterer Punkt kann an einem einfachen Beispiel verdeutlicht werden: Im Tessin gibt es fast keine tödlichen Lawinenunfälle! Liegt dies an klimatischen Spezifika oder an den Eigenheiten des Geländes im Tessin? Nein, zumindest nicht direkt! Die meisten Gebiete des Tessins sind für den Wintersport ungeeignet, da sie sehr steil und schlecht erschlossen sind. Dem entsprechend wenig Sportler sind im Tessin während des Winters unterwegs. Keine Wintersportler bedeutet keine Lawinenfälle. So banal es klingen mag: Unfälle geschehen dort, wo Menschen unterwegs sind. Grundsätzlich geben die meisten Orte des alpinen Wintergeländes das Zeug her für einen tödlichen Lawinenunfall. In diesem Sinne sind die dokumentierten tödlichen Lawinenunfälle eher zufällig verteilt. Eine Interessante Auswertung der tödlichen Lawinenunfälle findest du unter diesem Link.

Wer wirklich etwas aus Lawinenunfällen lernen möchte, dem sei die Lektüre der Winterberichte des SLF empfohlen. In diesen Berichten beschreibt das SLF minutiös ca. 10 exemplarische Lawinenunfälle pro Winter. An Hand der Beispiele kannst du der Frage nachgehen wo und wann eventuell Fehler geschehen sind.