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Schneearme Winter? Schlechte Zeiten für Skitouren! Umso wichtiger sind Informationen zu den aktuellen Schneemengen.

1. Modellierte Schneemengen

Eine wichtige Informationsquelle sind die Schneemengenkarten des SLF. Diese basieren auf dem NOAA-Satelliten und auf den Daten der SLF-Messstationen. Stijn Vermeeren stellt eine spannende Seite zur Verfügung, auf der du unkompliziert die Schneemengenkarten anschauen und auch vergleichen kannst.

Leider ist die Auflösung der Schneemengenkarten mit 500 m / Pixel nicht gerade besonders hoch. Aus Sicht der Daten und Algorithmen wären bereits heute weit bessere Auflösungen möglich. Die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Österreich) hat das Modell SNOWGRID entwicklt, das Schneemengenkarte der Auflösung 100 m / Pixel rechnen kann. Auch hier wird aber leider nur eine Schneemengenkarte der Auflösung 1000 m / Pixel der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

2. Messstationen

Das SLF unterhält ein Messstationennetz von ca. 200 Stationen. Unter SLF-Messstationen kannst du die aktuellen Wert anschauen. Eine Auswertung der aktuellen Schneemengen (Gesammtschneemenge und Neuschneemenge) in Abhängigkeit der Meereshöhe findest du unter Aktuelle Schneehöhen nach Meereshöhe. Da sich die Stationen meistens im flachen Gelände oder gar in Mulden befinden, werden die Schneemengen in der Regel überschätzt.

3. Web-Cams

Web-Cams können ebenfalls bis zu einem gewissen Grad Aufschluss über Schneemengen geben. Kaiko sortiert die Web-Cams bspw. nach Höhe über Meer. Gezielt eine Web-Cam in der Schweiz auswählen geht am besten über diese Karte von Skitourenguru.

4. Satellitenbilder

Das Landsat-Programm (NASA) und das Copernicus-Programm (ESA) geben eine spannende Alternative. Der Landsat-8 (NASA) hat eine Auflösung von 30 m, der Sentinel-2 (ESA) hat gar eine Auflösung von 10 m. Leider erscheinen die Bilder jedoch nur in einem 7 bis 30 Tages-Rhythmus. Dennoch stellen die Bilder v.a. im Frühling eine sehr nützliche Informationsquelle dar.

Nachdem man den LandViewer nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen kann, bleibt nur noch der etwas umständliche Direkt-Download von der ESA/NASA.

A. Sentinel-2:

  1. Logge dich in den Copericus-Datahub ein
  2. Zoome auf dein Gebiet.
  3. Gebe Sentinel-2 ins Suchfeld ein.
  4. Lade das letzte Zip-File herunter.
  5. Entzippe das File File *.TCI_10m.jp2
  6. Schaue dir das File *.TCI_10m.jp2 mit bspw. qGis an. Das geht mit Menu: Layer / Add Layer / Add Raster Layer
  7. Jetzt bist du schon ein halber GIS-Experte.

B: Landsat-8 und Modis:

  1. Via den Earth-Explorer der NASA.

Beispiel 1: Sentinel-2 des Gebietes um den Klausenpass vom 11. März 2017:

Beispiel 2: Landsat-8 des Gebietes um Göschenen-Andermatt vom 28. März 2017: